Papageien in Menschenobhut: Ernährung

Zahlreiche Papageien leiden unter einer falschen Ernährung. In zahlreichen Büchern findet man vereinheitlichende Beschreibungen über die Nahrungsansprüche der Papageien, die der Realität aber selten gerecht werden. Schließlich gibt es etwa 330 Papageienarten, die in unterschiedlichsten Lebensräumen und unter verschiedenartigen Umweltbedingungen leben. Daher wäre es falsch anzunehmen, ein Einheitsfutter könne den Tieren gerecht werden. Was bei falscher Ernährung alles passieren kann, erfährt man in folgendem Artikel:

Fehlernährung macht krank, daher gilt:

Der Papagei ist, was er frisst!


Aktueller Buchtipp

Auf vielfache Anfrage hat das IPF zusammen mit dem Biologen Dr. Stefan Luft ein brandaktuelles Buch über die Ernährung der Papageien & Sittiche herausgegeben. Das Buch ist unter dem Titel "Papageien und Sittiche richtig ernähren" (110 Seiten, zahlreiche Abbildungen, ISBN 3-928978-05-5) ab sofort erhältlich. Es kostet nur 7,80 Euro (zzgl. 2 Euro Versand) und ist zu bestellen beim:

Institut für Papageienforschung e.V., Postfach 30 00 59, 46530 Dinslaken, Fax: 02064-98779

Schneller geht es über email: info@papageien-und-sittiche.de


Stellen Sie das Futter zusammen

Handelsübliches Papageienfutter ist oft zu fett. Es enthält zu viele Sonnenblumenkerne und Erdnüsse. Stellen Sie deswegen das Futter selbst zusammen. Denken Sie daran, dass die Tiere sich bei Ihnen viel weniger bewegen als in der Natur, also einen geringeren Futterbedarf haben.

Füttern Sie angemessene Mengen. Pro Tag und Vogel:
für Amazonen und Graupapageien: 2 Eßlöffel Sämereien,
für große Kakadus und Aras: 4 Eßlöffel.

Zur Unterstützung der Verdauung müssen Sie täglich Vogelgrit anbieten. Wichtige Mineralstoffe liefert Futterkalk. Diesen müssen Sie daher einmal pro Woche über das Futter streuen. So füttern Sie richtig:

Taubenfutter für Papageien

Als Grundfutter eignen sich Mischungen für Tauben, weil sie alles enthalten, was Papageien an Sämereien brauchen. Sie sind im Futtermittelhandel unter den Bezeichnungen "Diät-, Zucht- und Reisefutter" erhältlich. Da dieses Futter sonst zu hart wäre, sollten Sie es vor der Fütterung jeweils einen Tag lang in Wasser einweichen.

 

Obst und Gemüse

Körnerfutter reicht zur Gesunderhaltung Ihrer Papageien nicht aus. Füttern Sie täglich verschiedene Obst- und Gemüsesorten. Darin sind wichtige Mineralien und Vitamine enthalten. Waschen Sie gespritzte Früchte vor der Fütterung gründlich ab oder schälen Sie sie!

 

Tierisches Eiweiß

Papageien benötigen kleine (!) Mengen an tierischem Eiweiß. Geben Sie es Ihren Papageien einmal in der Woche. Gut sind z.B. ein hartgekochtes Ei, Quark, Joghurt.

 

Flüssige Nahrung

Geben Sie Ihren Papageien täglich frisches Leitungswasser. Einmal in der Woche auch etwas Möhrensaft, der viel Vitamin A enthält.

Bild: geeignete Futterbretter, auf die man die Näpfe stellt.

Futternäpfe

Um Ihre Papageien vor Krankheiten zu schützen, müssen Sie die Futternäpfe täglich gründlich reinigen. Nehmen Sie jeweils einen Futternapf für das Körnerfutter, für Obst und Gemüse, für Grit und Wasser.

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