Leider ist es nicht einfach Krankheitsanzeichen eines Papageien frühzeitig zu erkennen. Dies resultiert aus den natürlichen Lebensumständen der Vögel, die sich in freier Wildbahn auffällige Krankheitsanzeichen nicht leisten können.
In der Regel bemerken Papageienhalter eine Krankheit erst dann, wenn sie bereits weit fortgeschritten ist und den Vogel ernsthaft gefährden.
Erst dann werden deutlicher Verhaltensänderungen wie Apathie, ständiges Aufgeplustertsein, ausgiebiges Schlafen am Tag und eine reduzierte Nahrungsaufnahme sichtbar.
Der Vogelhalter meint dann häufig noch, daß es sich lediglich um erste Anzeichen einer Krankheit handelt, die er noch einige Tage beobachten muß, bevor er zum Tierarzt geht oder im schlimmsten Fall selbständig behandelt. Nicht selten wird dann zur Hausapotheke gegriffen, die heimische Rotlichtlampe als Allheilmittel aus dem Schrank geholt und beim nächsten Zoohändler ein Multivitaminpräparat zur vermeintlichen Stärkung des Tieres eingekauft.
Das Resultat ist nur allzu häufig der Tod des Papageien. Sofern er überhaupt noch zu einem Tierarzt gebracht wird, ist es häufig auch für diesen zu spät, sinnvolle Therapiemaßnahmen einzuleiten.
Wenn ein Papagei bereits Krankheitsanzeichen aufweist, ist es höchste Zeit zum Tierarzt zu gehen. Nach Möglichkeit zu einem Tierarzt, der sich mit Papageien auskennt. Vielleicht können Ihnen folgende Links bei der Suche behilflich sein:
Tierarztliste A oder Tierarztliste B
Da es nicht leicht ist einen solchen Arzt zu finden, sollte man bereits beim Kauf des Vogels danach suchen. Oft kennen andere Vogelhalter, Züchter oder Zoofachhändler kompetente Ansprechpartner. Ist der Papagei erst einmal krank, reicht die Zeit meist nicht mehr aus, um einen Fachtierarzt zu suchen.
Grundsätzlich ist ein Tierarztbesuch nötig, wenn folgende Anzeichen erkannt werden: Abnormes Verhalten, Federrupfen, Abmagerung und Freßunlust, der Vogel sitzt aufgeplustert und still da, die Flügel hängen etwas, und der Kopf wird am Tage öfter unter die Federn gesteckt; teilnahmslose und apathische Augen deuten schon auf einen fortgeschrittenen Krankheitsgrad hin; schleimige Absonderungen aus den Nasenlöchern, verbunden mit einem Kopfschütteln, entzündete Augen, starkes, andauerndes Zittern sind ebenfalls Symptome; Geräusche beim Atmen, Kurzatmigkeit oder unregelmäßiges Atmen, sind nicht normal; gleiches gilt für dünnflüssige oder farblich anormalen Entleerungen bei zugleich unsauberen Afterfedern.
Da es auch eine für Menschen ansteckende Krankheit gibt, die von Papageien und anderen Vögeln übertragen wird, gibt es die Psittakose-Verordnung.
Sollte Ihr Papagei an der Papageienkrankheit (Psittakose) erkrankt sein, und bei Ihnen oder Familienmitgliedern erkältungsähnliche Krankheits-erscheinungen auftreten, sollte der Hausarzt auf die Möglichkeit einer Ansteckung aufgeklärt werden.
Weitere Gesundheitsempfehlungen für Papageien hat die Arbeitsgemeinschaft Papageien-Netzwerk (APN) zusammengestellt: